Iberia 2020 – Albufeira, die Atlantik Küste mal anders – Tag 24

Heute Nacht war es mal wieder recht kalt. Ich hatte mich gestern aber auch nicht sonderlich gut durchdacht hingestellt. Der Wind kommt vom Land, also ablandig. Ich stehe an einem Abgrund mit Blick zum Meer und der Wind bläst die ganze Zeit auf die Fahrerseite, Richtung Meer und ja ich stehe mit der Breitseite zum Wind. Gut, es kommt kein Dreck rein, da die Schiebetür ja in der windgeschützten Seite ist, aber es kommt wieder mal Sand vom Platz mit. Viel schlimmer ist halt, dass man so relativ schnell auskühlt, wenn die Sonne dann mal weg ist. Morgens fällt mir auf, dass ich auch noch im Schatten der Bäume vor mir stehe, so daß der Bus sich nicht aufwärmen kann. Naja, so sammelt man halt Erfahrung.

Ich möchte hier nicht noch eine Nacht stehen und doch lockt mich der Strand. Ich möchte mir anschauen wie es dort aussieht. Also fertig machen und hingehen. Ich sehe Felsen … viele Felsen. Auf der Formation links von mir kann man laufen, da es dort einen Weg gibt. Es gibt sehr viel zu erkunden und es ist doch weitläufiger als ich dachte, da der Sandstrand selbst doch eher übersichtlich war verglichen mit dem was ich die letzten Tage gesehen habe. Es ist wunderschön, wie das Wasser die Felsen formt. Eidechsen leben auf den Felsen und Schnecken an den Steinen am Meer.

Auf dem Stellplatz möchte ich nicht noch eine Nacht bleiben und fahre weiter. Ich muss durch Albufeira fahren, da meine jetzige Position östlich und die neue westlich von dem Ort ist. Die Stadt ist touristisch. Viele unterschiedliche Lokale und Geschäfte. Es sieht einladend aus, aber ich fahre weiter. An dem neuen Platz angekommen warte ich etwas bis ich mich stellen kann. Es sind im Prinzip nur 4 gerade Plätze. Ich erkunde auch hier den Strand. Es ist auch felsig und wieder gibt es viel zu erkunden, allerdings sehen die Steine hier etwas glatter aus.

Zurück im Auto beobachte ich noch etwas das Treiben. Mir ist aufgefallen, dass Auto und Parkplatz eine besondere Bedeutung für Südländer haben. Vielleicht ist es mir halt nie in Deutschland aufgefallen, aber hier, und es ist mir auch schon in Spanien aufgefallen, fahren Menschen mit ihren Autos zu einem Parkplatz. Sie sind alleine und steigen nicht unbedingt aus. Manchmal hören sie lautstark Musik. Manche kommen in ihrer Mittagspause für eine Zigarette an einen solchen Ort und wieder andere scheinen einen Stopp zu machen bevor sie sich mit Freunden treffen. Auch kommen junge Menschen um schnell ein Selfie zu machen.

Nachdem ich am Nachmittag noch etwas an den Videos gearbeitet habe, mache ich mir Essen und bin mal auf die nächste Nacht gespannt.

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