Iberia 2020 – Auf gehts Richtung Norden – Tag 29

Trotz nicht ganz optimaler Fahrzeuglage schlafe ich sehr gut. Die Sonne geht genau hinter dem Felsen auf der vor mir liegt und das in der richtigen Sichtlinie. Also Foto machen, Kaffee trinken und zusammen räumen. Ich mache heute Morgen nicht lange rum und fahre los zum Kap. Dort angekommen scheine ich der Erste zu sein. Ich bin aber noch zu früh, da sie erst um 10 aufmachen. Egal – ich habe ja noch nicht gefrühstückt. Nach meiner Mahlzeit und einem Rundgang komme ich mit einem deutschen Paar ins Gespräch. Sie sind mit Baby unterwegs seit 5 Wochen. Die Wohnung in Deutschland ist gekündigt und jetzt geht es erstmal in die Welt.

Jetzt können wir rein. Das Areal ist ein Leuchtturm der jetzt touristisch aufgezogen wurde. Hier gab es wohl schon immer ein paar Gebäude drumherum. Drinnen ist eine Toilette die Geld kostet, ein Museum das Geld kostet und ein kleines Kaffee. Man kann natürlich rechts und links schauen und wenn man damit fertig ist kann man wieder gehen. Die Imbissbude mit der letzten Wurst vor Amerika hat nicht geöffnet.

Ich fahre weiter und jetzt Richtung Norden. Ich halte bei einem historischen Ort an der Küste. Von der ehemaligen moslemischen Festung sind nur noch kleine Mauerreste zu sehen. Auch scheint sich niemand mehr so wirklich darum zu kümmern. Die Zäune liegen um oder Türen sind weg, sodass man überall hin und drauf kommt. Viel imposanter ist der Ozean. Der Atlantik – so ein mächtiger Ozean und dann die Westküste. Diese sind ja immer etwas rauer aber das Schauspiel mit dem Wasser, den Felsen und wie sich das Wasser dann bricht ist atemberaubend.

Ich stehe gut und überlege zu bleiben. Allerdings ist das Internet sehr schlecht hier und ein Typ von der lokalen Gemeinde hat mir noch seine Tür in die Seite vom Bus geschlagen. Als ich ihn darauf anspreche, tut er so als würde er nichts verstehen und als hätte er nichts gemacht. Selbst als er sieht, dass seine geöffnete Tür genau zu dem Kratzer passt, sagt er nur no, no, no, die ganze Zeit. Zum Glück keine Delle und nur ein Kratzer. Für mich steht fest – hier ist schlechtes Karma und ich fahre weiter.

Nun geht die Suche wieder los und eigentlich habe ich gar kein Bock dazu. Dann führt mich der Weg zu einem Sandstrand an der Westküste. Man kann gar nicht genug bekommen von diesem Anblick. Ich parke und laufe erstmal durch die Brandung. Nun geht die Suche weiter. Später – einiges später – aber es ist noch hell – finde ich einen Platz. Ich hoffe bloß, dass es nicht ausgerechnet heute Nacht eine Erosion gibt wo ich stehe.

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