Iberia 2020 – Corona und die Flucht nach Hause – Tag 32

Ich wache auf – mache mir wieder Gedanken – lasse mir nochmal alles durch den Kopf gehen – entscheide mich für Abbruch.

Es ist noch früh und mir gehen die Gedanken durch den Kopf. Ich könnte jetzt hier bleiben und alles aussitzen. Aber eigentlich wollte ich schon so im April wieder in Deutschland sein. Genau wußte ich es nicht, aber so ganz grob. Nun in der aktuellen Lage ist es schwierig. Wenn man nichts mehr anschauen kann oder darf, weil da bekanntlich Menschenmengen sind, wenn die Supermärkte vielleicht auch nicht mehr so viel haben. Das billige Wasser von Lidl war schon ausverkauft in allen Filialen wo ich geschaut hatte. Was wenn man medizinische Hilfe braucht? Die Auslandskrankenversicherung läuft auch irgendwann aus. Also nach Hause und das so zügig wie das halt mit dem alten Herrn geht.

Gegen 8 Uhr wird der Motor angeworfen und die Fahrt beginnt. Es sind ein paar abenteuerliche Straßen dabei in Portugal, doch ist mit der tief stehenden Sonne und dem Nebel schon eine recht schöne Stimmung auf der Straße. Von West nach Ost ist es in Portugal nicht sehr weit. Ben und Lysan hatten mir von Evora erzählt. Ich fahre durch und sehe was sie meinten. Generell gab es einige Stellen auf dem Weg wo man gerne mal angehalten hätte. Nach ein paar Stunden erreiche ich Spanien. Grenzübergang – kein Problem. Mir fällt auf, dass es sehr leer ist auf den Straßen. Zeichen deuten an, dass die Menschen zuhause bleiben sollen. Pause … gibt es nicht, es sei denn zur Toilette. Ich esse beim Fahren und ziehe durch. Wieder komme ich in die Region von San Sebastian und dort wollte ich doch auch noch mal rein. Alles aufheben für ein späteres Mal.

Gegen 20:25 Uhr erreiche ich die französische Grenze und dort stehen Beamte die schauen. Angehalten werde ich aber nicht. Eine Stunde später komme ich zu einem Picknickplatz und geselle mich zu den anderen Wohnmobilen um die Nacht zu verbringen. Natürlich gibt es noch eine Mahlzeit bevor die Bettruhe ruft. Ca. 1000 km habe ich hinter mir und noch weitere 1350 km warten heute auf mich. Allerdings auch mein Bett. 🙂

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